DAX und EuroStoxx 50 verlieren nach Chinas Antwort auf Zölle

Von Karin Gutmann
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China verhängt 34-Prozent-Zölle auf US-Waren

Die US-Zollpolitik hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem US-Präsident Donald Trump die Strafzölle auf chinesische Waren erhöht hatte, reagierte China mit 34-Prozent-Zöllen auf alle US-Importe, die ab dem 10. April gelten sollen. Diese Maßnahme hat die Weltmärkte erneut erschüttert, besonders die deutschen Börsen, wie den DAX und den EuroStoxx 50, die signifikante Verluste hinnehmen mussten.

DAX verliert Hunderte Punkte durch Chinas Zölle

Die Zollankündigung Chinas führte zu einem massiven Rückgang des DAX, der innerhalb kürzester Zeit um fast 5 Prozent fiel und bei 20.642 Punkten notierte. Besonders betroffen sind deutsche Unternehmen, die stark auf Exporte angewiesen sind. Ein Beispiel ist der Automobilsektor, der durch die Zollerhöhungen mit höheren Produktionskosten und reduzierten Marktchancen konfrontiert wird. Der DAX verzeichnete so einen Marktwertverlust von rund 41 Milliarden Euro.

Die Zollpolitik von Donald Trump und die Gegenmaßnahmen Chinas verstärken die globalen Unsicherheiten und belasten die Börsenwerte erheblich. Ein Händler merkte an: „Es wird immer deutlicher, dass unter der US-Zollpolitik alle Beteiligten Schaden nehmen werden.“

EuroStoxx 50 verliert kräftig – Europa unter Druck

Nicht nur der DAX, sondern auch der EuroStoxx 50, der die größten Unternehmen der Eurozone abbildet, erlebte einen dramatischen Rückgang. Der Index fiel um 3,2 Prozent auf 4954 Zähler, was einen erheblichen Marktwertverlust für die europäischen Unternehmen bedeutet. Besonders betroffen sind die Unternehmen, die internationale Märkte bedienen und durch die Zölle mit höheren Produktionskosten und sinkender Wettbewerbsfähigkeit kämpfen müssen.

Die Börsen in Europa reagierten sehr sensibel auf die Zollmaßnahmen Chinas, die die europäische Exportwirtschaft zusätzlich belasten könnten. Insbesondere Unternehmen aus der Automobilindustrie, wie Volkswagen und BMW, sowie die Chemieindustrie müssen mit den Folgen der höheren Zölle rechnen.

Der Euro profitiert von den Turbulenzen

Trotz der Börsenverluste hat der Euro inmitten der Zollkrise eine positive Entwicklung genommen. Die Gemeinschaftswährung legte zu und notierte bei 1,1036 US-Dollar, nachdem sie zuvor unter der 1,10-Dollar-Marke gelegen hatte. Experten erklären diesen Anstieg mit der zunehmenden Investorenflucht aus dem US-Dollar und der wachsenden Unsicherheit in den USA. Die Unsicherheit über den Ausgang der Zollpolitik und ihre Auswirkungen auf die globale Wirtschaft hat den Euro als sichereren Hafen attraktiver gemacht.

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