Ölpreise unter Druck: Konjunktursorgen belasten den Markt

Von Heinz Gerhard Schwind
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Der Preis für Öl hat in den letzten Tagen wieder deutlich nachgegeben, nachdem China auf die US-Zölle mit eigenen Strafzöllen reagiert hat. Der Preis für Brent-Öl fiel um 5,5 Prozent auf 69,28 Dollar je Fass, und auch WTI verbilligte sich um 5,5 Prozent auf 66,06 Dollar je Fass. Die Börsen reagierten negativ auf diese geopolitische Eskalation, da viele Investoren nun eine globale Wirtschaftskrise befürchten, die die Ölnachfrage erheblich senken könnte.

BRENT, Quelle: TradingView

Anleger reagieren nervös: Rückgang der Ölnachfrage erwartet

Die steigenden Zölle und Handelskriege zwischen den USA und anderen großen Volkswirtschaften haben die Befürchtungen der Anleger weiter angeheizt. Experten prognostizieren, dass die steigenden Produktionskosten und die verlangsamte Wirtschaftstätigkeit weltweit zu einer Reduzierung der Ölnachfrage führen könnten. „Wenn der Wirtschaftsmotor ins Stocken gerät, wird auch die Nachfrage nach Öl abnehmen“, erklärte ein Ölmarktexperte.

WTI, Quelle: TradingView

Die OPEC+-Länder, die kürzlich beschlossen haben, ihre Ölproduktion im Mai zu erhöhen, tragen zusätzlich zum Preisrückgang bei. Das Überangebot an Öl könnte die Preise weiter drücken, während die globale Unsicherheit zunimmt.

Kupferpreise fallen weiter: Auswirkungen der Handelskriege spürbar

Neben den Ölpreisen gerät auch das Industriemetall Kupfer zunehmend unter Druck. Der Preis fiel um 1,1 Prozent auf 9.263 Dollar je Tonne, was den niedrigsten Stand seit Mitte Februar markiert. Diese Entwicklung zeigt, wie stark die globalen Handelskonflikte die Rohstoffmärkte belasten. Kupfer ist für viele Industrieländer ein wichtiger Rohstoff, und der Preisanstieg wird von Handelsunsicherheiten und Zollbarrieren beeinflusst.

Kupferpreis USD/lbs, Quelle: TradingEconomics

Die Rezessionsängste und die Sinkende Nachfrage aus der Industrie drängen den Kupfermarkt weiter abwärts. „Kupferpreise spiegeln die Erwartungen über die globale Industrieproduktion wider, und mit den aktuellen Unsicherheiten dürfte der Preis weiterhin unter Druck bleiben“, so ein Analyst.

Goldpreis erreicht Rekordhöhe: Sicherheitsflucht der Anleger

Trotz der fallenden Rohstoffpreise zeigt der Goldpreis weiterhin eine beeindruckende Rallye. Der Preis für eine Feinunze Gold erreichte mit 3.148 Dollar ein neues Rekordhoch und stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel. Der Goldpreis hat sich damit zu einem der stärksten Rohstoffe des Jahres entwickelt und profitiert von den geopolitischen Spannungen und der US-Zollpolitik.

Gold als sichere Anlage in unsicheren Zeiten

Gold USD/t.oz, Quelle: TradingEconomics

Gold gilt als bevorzugte Fluchtwährung in Zeiten der Unsicherheit. In einem Umfeld, das von Handelskriegen und politischen Spannungen geprägt ist, wird Gold als stabiler Wert angesehen. „Investoren suchen in der aktuellen Lage vermehrt Zuflucht in Gold, da es als sicherer Hafen gilt“, erklärte ein Finanzexperte. Die Marktunsicherheiten führen dazu, dass Gold weiterhin nach oben tendiert.

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