Die Deutsche Bank setzt ihren umfassenden Umbau fort und kündigt den Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen sowie die Schließung zahlreicher Filialen an. Diese Maßnahmen sind Teil eines langfristigen Sanierungsplans, der darauf abzielt, das Unternehmen profitabler und wettbewerbsfähiger zu machen.
Kürzungen bei Personal und Filialnetz
Besonders stark betroffen ist die Tochtergesellschaft Postbank, deren Filialnetz bis 2026 um fast die Hälfte reduziert werden soll – von derzeit 550 auf nur noch 300 Standorte. Auch die Deutsche Bank selbst wird einige kleinere Filialen schließen, um Kosten zu senken.
Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, verstärkt auf digitale Beratung zu setzen. Die Kunden sollen künftig mehr Dienstleistungen per Videochat und Telefon in Anspruch nehmen können. Dieser Trend spiegelt sich nun auch in den neuen Sparmaßnahmen wider.
Neue Strategie soll Effizienz steigern
Das Unternehmen verfolgt die Strategie „Deutsche Bank 3.0“, die CEO Christian Sewing im Januar vorgestellt hatte. Der Fokus liegt auf Automatisierung, digitalen Prozessen und flacheren Hierarchien, um die Bank für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen.
Ein zentrales Ziel ist es, die Eigenkapitalrendite bis 2025 auf über zehn Prozent zu steigern. Dazu sollen moderne Technologien, Künstliche Intelligenz und effizientere Abläufe beitragen.
Sewing betonte, dass es sich bei den Maßnahmen nicht um zusätzliche Einsparungen, sondern um die Umsetzung bereits geplanter Reformen handele. Die Bank habe Rückstellungen für den Stellenabbau gebildet und wolle den Umbau so sozialverträglich wie möglich gestalten.
Trotz der Einschnitte sei das Institut weiterhin auf Wachstumskurs und wolle durch die neuen Strukturen langfristig gestärkt aus der Transformation hervorgehen.