Paypal nach Milliardenpanne unter Zugzwang

Von Karin Gutmann
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US-Zahlungsdienstleister muss Vertrauen wiederherstellen

Der amerikanische Finanzkonzern Paypal hat angekündigt, sämtliche rechtmäßigen Transaktionen seiner Händler nach einer massiven Panne vollständig zu erstatten. Eine Sprecherin erklärte: „Alle berechtigten Zahlungen werden in voller Höhe an die Händlerinnen und Händler ausgekehrt.“ Damit versucht das Unternehmen, die entstandenen Unsicherheiten nach dem Zwischenfall schnell einzudämmen.

Zusammenbruch der Sicherheitssysteme

Die Ursache lag in einem Ausfall jener Systeme, die betrügerische Abbuchungen verhindern sollen. In der Folge wurden ungewöhnlich hohe Lastschriftaufträge an Banken weitergeleitet. Allein in Deutschland summierten sich die fraglichen Vorgänge auf einen zweistelligen Milliardenbetrag, der über die Paypal-Bank in Luxemburg eingereicht wurde. Betroffen waren Zahlungen, bei denen Paypal normalerweise den Kaufbetrag nach einem Online-Geschäft direkt vom Bankkonto des Kunden einzieht.

Betrügerische Abbuchungen in Rekordhöhe

Besonders ins Auge fiel ein einziger Versuch, bei dem der Betrag die Marke von einer Milliarde Euro überschritt. Weitere Abbuchungen bewegten sich im Bereich von mehreren hundert Millionen Euro. Aufgrund derart extremer Summen schlugen die internen Kontrollmechanismen der Banken schnell Alarm und zahlreiche Zahlungen wurden blockiert.

Folgen für Händler und Konsumenten

Für Händler bedeutete die Störung erhebliche Einbußen, da viele Zahlungen nicht gutgeschrieben wurden. Kunden mussten zugleich befürchten, dass ihre Käufe nicht korrekt abgerechnet waren. Paypal sicherte zu, dass sämtliche ordnungsgemäßen Transaktionen aufgearbeitet und den Händlern ohne Abzüge ausgezahlt werden.

Risiken für Paypal

Der Vorfall belastet das Unternehmen nicht nur finanziell, sondern auch reputativ. Banken und Geschäftspartner fordern umfassende Aufklärung, wie es zu einem Systemausfall in diesem Umfang kommen konnte. Das Unternehmen betonte, dass die Liquidität gesichert sei und Händler wie Verbraucher keine langfristigen Schäden erleiden würden. Dennoch dürfte der Vorfall für Paypal ein empfindlicher Rückschlag sein – sowohl in operativer Hinsicht als auch beim Vertrauen seiner Partner.

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