Asiatische Aktienmärkte zeigen Widerstandskraft

Von Karin Gutmann
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Stabilisierungsphase nach schwankendem Handelsbeginn

Die wichtigsten Börsenplätze in Asien präsentieren sich nach einem unruhigen Auftakt insgesamt gefestigt. Trotz belastender internationaler Vorgaben können viele Indizes im Verlauf zulegen. Die Stimmung bleibt jedoch angespannt, da Anleger einen erneuten Kursrutsch bei Aktien aus dem KI-Sektor in den USA, die unsichere Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie geopolitische Risiken im Blick behalten.

In Japan gewinnt der Nikkei-Index zunächst 0,8 Prozent und steigt im weiteren Verlauf um rund 1,0 Prozent auf 57.386 Punkte. Der chinesische CSI-Index legt um 1,3 Prozent zu. In Taiwan und Südkorea markieren die Leitindizes neue Höchststände.

Feiertagsrückkehr sorgt für Auftrieb

Besonders die Börsen in Tokio und Shanghai profitieren von Nachholeffekten nach einer Handelspause. Die chinesischen Festlandsmärkte nehmen nach den neuntägigen Neujahrsfeiertagen wieder den Betrieb auf und starten mit spürbarem Rückenwind.

Unterstützend wirkt zudem die Erwartung, dass die USA ihre Handelszölle gegenüber bestimmten asiatischen Volkswirtschaften weniger strikt ausgestalten könnten. Davon profitieren vor allem exportorientierte Unternehmen in Japan, Südkorea und China, deren Aktien vermehrt nachgefragt werden.

Medienberichten zufolge prüft die US-Regierung neue Abgaben für mehrere Branchen. Dennoch sehen Analysten der Citigroup Chancen für japanische Aktien, da politische Spannungen in den USA oder steigende geopolitische Risiken Kapitalabflüsse aus dem amerikanischen Markt und Zuflüsse in andere Regionen auslösen könnten.

China freundlich, Hongkong unter Druck

Der Shanghai Composite steigt um 1,0 Prozent. Obwohl Präsident Donald Trump weitere Zölle unter einem anderen rechtlichen Rahmen angekündigt hat, gelten diese nicht als speziell gegen China gerichtet. Das mindert die unmittelbare Sorge vor neuen Belastungen.

In Hongkong zeigt sich dagegen ein schwächeres Bild. Der Hang Seng Index gibt 2,1 Prozent nach, nachdem er zuvor deutlich zugelegt hatte. Belastend wirken hier vor allem Bedenken rund um den Technologiesektor, die aus den USA auf den Markt übergeschwappt sind.

Halbleiterwerte treiben Südkorea auf Rekord

Der südkoreanische Kospi setzt seine Aufwärtsbewegung fort und steigt um 1,9 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Getragen wird der Markt vor allem von Export- und Chipwerten.

Die Aktien von Samsung Electronics verteuern sich um 3,5 Prozent, während SK Hynix ein Plus von 5 Prozent verzeichnet und ebenfalls einen Rekordstand erreicht. Händler verweisen auf die anhaltend starke, durch Künstliche Intelligenz befeuerte Nachfrage nach Halbleitern, die den Unternehmen steigende Umsätze in Aussicht stellt. SK Hynix plant, die Fertigung weiter auszubauen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

Selektiver Optimismus bei anhaltenden Risiken

Trotz der globalen Unsicherheiten zeigen viele asiatische Märkte damit eine gewisse Robustheit. Investoren konzentrieren sich verstärkt auf Branchen mit strukturellem Wachstum, insbesondere auf Halbleiter, Technologie und exportorientierte Industrien.

Gleichzeitig bleibt die Vorsicht hoch. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und die Entwicklung im Technologiesektor dürften die Märkte weiterhin prägen. Die aktuellen Kursgewinne signalisieren jedoch, dass Anleger in Asien trotz aller Risiken gezielt Chancen suchen.

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