Kraftstoffkosten ziehen weiter an und belasten Verbraucher

Von Heinz Gerhard Schwind
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Autofahrer in Deutschland sehen sich weiterhin steigenden Preisen an den Zapfsäulen gegenüber. Benzin und Diesel verteuerten sich im Januar spürbar im Vergleich zum Dezember, und auch zu Beginn des Februars setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass mehrere Faktoren gleichzeitig wirken und die Kosten für Mobilität weiter erhöhen.

Preisniveau im Januar deutlich höher als im Vormonat

Nach Erhebungen des ADAC lag der durchschnittliche Preis für Super E10 im Januar um 8,6 Cent pro Liter über dem Wert des Vormonats. Diesel verteuerte sich sogar um 9,4 Cent. Im bundesweiten Monatsmittel kostete E10 1,739 Euro je Liter, während Diesel bei 1,692 Euro lag.

Damit wurde der Start ins neue Jahr für viele Autofahrer teurer als erwartet. Die Preisdaten belegen einen klaren Trend, der bereits in den letzten Wochen des Vorjahres begonnen hatte.

Starke Schwankungen im Tagesverlauf

Innerhalb des Monats zeigten sich deutliche Unterschiede von Tag zu Tag. Für Fahrer von Benzinfahrzeugen war der 15. Januar der kostspieligste Tag, an dem E10 1,749 Euro pro Liter erreichte. Diesel verzeichnete seinen Höchstwert am 31. Januar mit 1,718 Euro.

Am anderen Ende der Skala lag der 1. Januar. An Neujahr waren beide Kraftstoffe am günstigsten. E10 kostete 1,709 Euro, Diesel 1,658 Euro je Liter. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie stark die Preise innerhalb kurzer Zeit schwanken können.

Februar startet mit weiteren Preisaufschlägen

Eine Entlastung zum Monatswechsel blieb aus. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt eines Dienstags im Februar stieg der Preis für E10 auf 1,752 Euro pro Liter. Diesel verteuerte sich parallel auf 1,728 Euro. Beide Werte lagen damit bereits über den jeweiligen Höchstständen aus dem Januar.

Die Entwicklung zeigt, dass der Preisdruck an den Tankstellen weiter anhält und bislang keine Trendwende erkennbar ist.

Rohölpreise und CO₂ Kosten als Hauptfaktoren

Als wesentlichen Treiber nennt der ADAC die gestiegenen Rohölpreise. Der Verkehrsclub erklärte dazu wörtlich, der Anstieg der Ölnotierungen habe „einen entscheidenden Beitrag zu den höheren Kraftstoffpreisen geleistet“. Zwar wirkte der zuletzt festere Euro preisstützend, da Rohöl in US Dollar gehandelt wird, doch konnte dieser Effekt die Verteuerung nur teilweise ausgleichen.

Zusätzlich macht sich seit Jahresbeginn die nächste Stufe des CO₂ Preises bemerkbar. Nach früheren Angaben des ADAC kann dieser Aufschlag bis zu drei Cent pro Liter betragen und wirkt somit direkt auf die Endpreise an der Zapfsäule.

Ungewöhnlich geringer Preisabstand zwischen Diesel und E10

Auffällig ist derzeit der geringe Unterschied zwischen den Preisen für Diesel und E10. Üblicherweise ist Diesel deutlich günstiger, da er steuerlich um mehr als 20 Cent pro Liter begünstigt ist. Im langfristigen Durchschnitt spiegelt sich dieser Vorteil auch im Verkaufspreis wider.

Aktuell ist dieser Abstand jedoch stark geschrumpft. Als Erklärung gelten jahreszeitliche Effekte und die aktuelle Kälteperiode. Da Diesel dem Heizöl sehr ähnlich ist, treibt eine erhöhte Nachfrage nach Heizöl häufig auch den Dieselpreis nach oben.

Ausblick auf mögliche Entspannung im Frühjahr

Für Dieselfahrer besteht zumindest die Hoffnung auf eine leichte Entlastung im Frühjahr. Mit dem Ende der Heizsaison könnte die Nachfrage nach Heizöl zurückgehen, was sich dämpfend auf den Dieselpreis auswirken dürfte.Ob diese Entspannung tatsächlich eintritt, hängt jedoch maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Rohölmärkte, der Währungskurse und den energiepolitischen Rahmenbedingungen ab. Kurzfristig bleibt Tanken für viele Autofahrer eine spürbare Belastung.

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