Tanken wird zum Jahresstart spürbar teurer

Von Karin Gutmann
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Neues Jahr beginnt mit höheren Preisen an der Zapfsäule

Zum Auftakt des Jahres 2026 müssen Autofahrer in Deutschland deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bereits am 1. Januar lagen die Preise für Benzin und Diesel klar über dem Niveau der letzten Dezembertage. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete Super E10 1,709 Euro je Liter und damit 3,4 Cent mehr als am 31. Dezember 2025. Auch Diesel verteuerte sich erheblich und erreichte einen Durchschnittspreis von 1,658 Euro pro Liter, was einem Plus von rund vier Cent entspricht.

Der Jahresbeginn fällt damit für viele Verbraucher kostspieliger aus als erwartet und setzt ein deutliches Signal für die Preisentwicklung im neuen Kalenderjahr.

Erhöhte CO₂-Abgabe treibt die Kosten nach oben

Als zentraler Auslöser für den kräftigen Preisanstieg gilt die Anhebung der CO₂-Bepreisung, die seit dem Jahreswechsel greift. Diese zusätzliche Abgabe verteuert fossile Kraftstoffe rechnerisch um bis zu drei Cent pro Liter. Ziel der Maßnahme ist es, den Verbrauch klimaschädlicher Energieträger zu reduzieren und alternative Antriebe attraktiver zu machen.

Auffällig ist jedoch, dass die tatsächlichen Preisaufschläge über diesen Wert hinausgehen. Marktbeobachter sehen darin Hinweise auf weitere Einflussfaktoren, etwa Anpassungen im Großhandel oder vorsorgliche Preiskalkulationen entlang der Lieferkette.

Rückblick zeigt noch stärkeren Anstieg

Ein genauerer Blick auf die Preisentwicklung verstärkt diesen Eindruck. Wird nicht der Silvestertag, sondern der 29. Dezember 2025 als Vergleich herangezogen, fällt der Anstieg deutlich höher aus. Super E10 verteuerte sich innerhalb weniger Tage um 5,4 Cent, während Diesel sogar einen Sprung von rund sechs Cent je Liter verzeichnete.

Solche Bewegungen gelten als typisch für Phasen mit angekündigten steuerlichen Änderungen. Erfahrungsgemäß beginnen die Preise bereits vor dem offiziellen Stichtag zu steigen, da sich Marktteilnehmer frühzeitig auf neue Rahmenbedingungen einstellen.

Jahreswechsel als preissensibler Zeitraum

Der Übergang in ein neues Jahr ist an den Energiemärkten traditionell von geringer Liquidität und vorsichtigem Handel geprägt. Gleichzeitig fallen häufig regulatorische Änderungen und Abgabenanpassungen in diese Zeit. Diese Kombination kann kurzfristige Ausschläge verstärken und die Preisbildung beschleunigen.

Hinzu kommt, dass regionale Unterschiede zum Jahresbeginn besonders ausgeprägt sein können. Autofahrer erleben daher je nach Standort teils deutlich voneinander abweichende Preise.

Folgen für Verbraucher und Betriebe

Die gestiegenen Kraftstoffkosten wirken sich unmittelbar auf private Haushalte aus, insbesondere auf Berufspendler und Familien mit hohem Mobilitätsbedarf. Gleichzeitig steigen auch die Ausgaben vieler Unternehmen, etwa im Transportgewerbe, im Handwerk oder bei Lieferdiensten. Da Kraftstoffkosten ein wichtiger Bestandteil logistischer Kalkulationen sind, könnten sich die Effekte mittelbar auch auf andere Preise auswirken.

Ob sich das aktuelle Preisniveau im weiteren Verlauf des Januars stabilisiert oder erneut Bewegung einsetzt, hängt unter anderem von der Entwicklung der Rohölmärkte, der Nachfrage und dem allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld ab.

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